Cancre

Il libro di Pennac l’ho comprato esattamente un anno fa, quando abitavo nella Maria-Luigianesca cittade. Leggendo la recensione della traduzione in tedesco  mi ha fatto venire una gran voglia di piluccarmelo di nuovo.

Tra le perle di saggezza questa – credo che fondamentalmente valga per qualunque professione (forse addirittura per televisine e sculettatrici di professione), ma soprattutto dopo le lezioni di questi giorni come dargli torto quando scrive:

Nur ein ausgeschlafener Lehrer ist ein guter Lehrer

Solo un insegnante che ha riposato a sufficienza è un buon insegnante.

Il protagonista di Diario di scuola è il “somaro” che traduce cancre. In tedesco è rimasta la parola francese; ecco perché:

Pennac spricht im übrigen nur selten vom schlechten Schüler. Häufiger ist statt dessen vom Cancre die Rede. Der Autor hält es für gut, diesen Begriff im Deutschen beibehalten zu haben, wie er in einer Vorbemerkung zum Buch in ethymologischer Ausführlichkeit festhält, die für das anthropologische Verständnis seines Buchs höchst aufschlussreich ist. Dort steht über den Cancre zu lesen: Dieses seit dem 14. Jahrhundert im Französischen belegte Wort bedeutete zunächst nur „Krebs“, „Krabbe“. Dass es seit dem 17. Jahrhundert auch den Schüler bezeichnet, der die Schule nicht schafft, ist überaus beredt, denn der Cancre ist ein Kind, das aus verschiedenerlei Gründen die Schule nicht geradlinig durchläuft, sondern – wie der Krebs – sich immer wieder seitwärts bewegt und äußerst langsam vorankommt. Dabei ist der Cancre nicht einfach ein schlechter Schüler, wie die zweisprachigen Wörterbücher es verzeichnen, sondern ein Kind, das vom Cancre-Sein befallen ist wie von einer Krankheit – was noch einmal auf die Etymologie des Wortes verweist, geht cancre doch zurück auf das lateinische cancer „Krebs“ im Sinne von „bösartige Geschwulst“.

Una bella recensione che punta sull’andare a passo di gambero come modus vivendi, anzi, come l’esistenza vera e propria: procedere lenti e zigzaganti verso l’incomprensibile.

Cancre-Sein ist Dasein schlechthin: ein langsames Vorankommen im Unbegreiflichen, vorzugsweise seitwärts statt geradlinig. Für den Menschen als konstitutionellen Nichtbegreifer gilt es, „den Cancre als den Normalfall“ (Cannac) zu begreifen.

E proprio bella è anche la copertina.

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