Quando i criceti viaggiavano con i mezzi

Nel mezzo di un pomposo saggio storico-geografico, nel contesto della situazione della Germania postbellica, trovo “viaggi da criceto” (o di? Non ricordo più). La cosa ovviamente mi turba. C’erano tanti criceti nel dopoguerra? E che mezzi mai prendevano? Perché l’originale è Hamsterfahrt, Fahrt viene da fahren e indica muoversi con i mezzi. Pensavo che nel dopoguerra pochi disponessero di veicoli, i criceti poi…

Senonché… senonché, è un nuovo vindice del Tapete che mai ho digerito. Hamster non è il criceto, ma viene da hamstern, che vuol dire accaparrare.

Hamsterfahrt: Fahrt [aufs Land] zum Zwecke des Hamsterns: -en mit meinem Vater, an Sommer- und Herbsttagen vor der Währungsreform (Meckel, Suchbild 114). (Duden)

Hamsterfahrten
Der Hunger bestimmt Denken und Handeln der Menschen in den Nachkriegsjahren. Die auf Lebensmittelkarten zu kaufende Nahrung reicht bei weitem nicht aus. Nur Tausch- und “Kompensationsgeschäfte” können das Überleben sichern.
Kurz nach Kriegsende setzen die Hamsterfahrten ein. Massenhaft begeben sich die Städter aufs Land, denn hier ist die Versorgungslage weitaus besser. In überfüllten Zügen, in Güterwaggons, zu Fuß und mit dem Fahrrad, oft tagelang ohne zu rasten und zu schlafen, durchstreifen sie die Dörfer, um Hausrat, Kleidung oder Wertgegenstände gegen Butter, Speck und Kartoffeln zu tauschen. Viele Bauern lassen sich die Lebensmittel teuer bezahlen. Die bösen Worte vom “Perserteppich im Kuhstall” machen die Runde.

Wer nichts zu “verhamstern” hat, sei es durch Ausbombung oder Flucht und Vertreibung, steht schlecht da. Viele, die keine Tauschwaren besitzen, besonders Frauen verdingen sich bei den Bauern als Arbeitskräfte gegen Naturallohn. Andere müssen froh sein, wenn in ihren Betrieben Produkte hergestellt werden, die “kompensierbar” sind. In dieser Notzeit erteilt der Kölner Kardinal Frings für kleinere “Ungenauigkeiten” in Eigentumsfragen von der Kanzel herab die Absolution. Lebensnotwendiges zu nehmen, wenn es weder durch Arbeit noch durch Bitten zu bekommen sei, erklärt er für erlaubt. “Fringsen” wird zum geflügelten Wort.

Häufig wird das mühsam “Gehamsterte” auf dem Weg nach Hause beschlagnahmt. An Bahnhöfen und Ausfallstraßen finden Kontrollen statt, denn “Hamstern” ist offiziell verboten. Doch Kontrollen wie Appelle, das “Hamstern” zu unterlassen, zeigen keinerlei Wirkung. Nach und nach werden die strengen Regelungen gegen das “Hamsterunwesen” entschärft, Lebensmittel in bestimmten, festgelegten Mengen, die der Selbstversorgung dienen, nicht mehr eingezogen.

da qui

Lascia un commento

Inserisci i tuoi dati qui sotto o clicca su un'icona per effettuare l'accesso:

Logo WordPress.com

Stai commentando usando il tuo account WordPress.com. Chiudi sessione / Modifica )

Foto Twitter

Stai commentando usando il tuo account Twitter. Chiudi sessione / Modifica )

Foto di Facebook

Stai commentando usando il tuo account Facebook. Chiudi sessione / Modifica )

Google+ photo

Stai commentando usando il tuo account Google+. Chiudi sessione / Modifica )

Connessione a %s...